Hoch über Offenbach, etwa 20 Minuten Fußweg aus dem Tal entfernt, liegt mitten im Wald ein alter, verlassener Friedhof. Auf den ersten Blick sieht man nicht viel davon. Vor allem in der Wachstumsperiode kann man nur langsam im Dickicht, die teilweise umgestürzten und überwucherten Grabsteine erkennen, die von einer halb verfallenen Trockenmauer eingegrenzt sind. Das Gelände befindet sich an einem steilen Hang unterhalb eines Steinbruchs. Am einfachsten ist es aus Richtung der Ernst Reichel Hütte bei Buborn zu erreichen. Wenn man von dort aus dem Wald tritt, fallen einem anfangs nur die zwei Sandstein Torpfosten auf, die aus dem Efeu ragen. Hier kann man den Friedhof betreten.

Hinter dem ehemaligen Tor finden sich die ersten Grabsteine, in die hebräischen Schriftzeichen gemeißelt sind. Von hier aus fällt das Gelände stark ab. Im unteren Bereich finden sich wesentlich mehr alte Grabsteine, teilweise stehend, teilweise liegend, teilweise auch auf deutsch beschrieben. Umgebrochenen Bäume und verwildertes Gestrüpp runden das Bild dieser lange vergessenen Stätte ab. Im unteren Teil befindet sich ein weiterer Eingang zu dem Gelände.

Der älteste, noch lesbare Grabstein, datiert von 1755. Angelegt wurde der Friedhof aber wahrscheinlich schon 1739. Die letzte Beisetzung fand 1894 statt. Heute steht das Gelände im Distrikt Oberster Frimschenberg unter Denkmalschutz.

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