„Heute ein König“ nennt die Verbandsgemeinde Lauterecken Wolfstein ihr Crowdfunding Projekt zur Finanzierung der Umgestaltung und Aufwertung des Königsberggipfels. Ob der Name eine gute Wahl war, darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Ich jedenfalls denke dabei mehr an ein alkoholisches Kaltgetränk, als an einen Berggipfel. Aber egal wie es genannt wird, es ist einiges an Geld gespendet worden und so konnte mit der Umgestaltung auf dem Gipfel begonnen werden. Es entstand ein riesiger Thron und eine große Tafel aus Holz, an der viele Wanderer gemeinsam Platz haben, wenn sie den Aufstieg gemeistert haben. Aus allen umliegenden Gemeinden sollen im Laufe der Zeit beschilderte Wanderwege zum Gipfel führen und ihn so zu einem zentralen Ziel des Tourismus machen.

Wir haben uns an diesem sonnigen, aber eiskalten Sonntag dazu entschlossen von Wolfstein aus, den Königsberg und den neuen Thron zu besteigen. Vom Parkplatz im Tauchental an der Schule, geht es gleich steil nach oben in den Wald. Anfangs finden wir nicht auf Anhieb die Ausschilderung des Weges, aber da wir den Weg eh kennen, ist das kein Problem. Vorbei am Schützenhaus führt der breite Waldweg hinauf. Durch die blattlosen Bäume hat man immer wieder, für kurze Momente, schöne Blicke ins Tal. Nach dem Schützenhaus teilt sich der Weg. Es besteht die Möglichkeit links den Berg hinauf zu steigen oder dem breiten Weg zu folgen, hier beginnt der eigentliche Rundweg. Wir entscheiden uns gerade aus, über den breiten Weg aufzusteigen. Durch dichten Buchenmischwald geht es recht schnell steil hinauf. Immer wieder kommen wärmenden Sonnenstrahlen zu uns hindurch, die aber schnell wieder von Schattenpassagen verschluckt werden. Der Weg wird schmaler, rechts geht es sehr steil hinab. Links ragen Felsen aus dem Waldboden.

Nach einer Weile weitet sich der Weg wieder und es wird flacher. Nun haben wir schon eine beträchtliche Höhe erreicht. Der Weg führt rechts unter dem Gipfel des Königsbergs herum, bis ein breiter Forstweg zum Höhepunkt der Tour führt. Der Gipfel des 568m hohen Königsbergs.

die letzten Meter vor dem Gipfel

Hier finden wir den riesigen Holzthron, sowie eine Schutzhütte mit Gipfelbuch, in das wir uns natürlich gleich eintragen.

Auf dem Königsthron zu Königsberg

Auch wenn der Königsberg mit seiner Höhe die umliegende Landschaft überragt, sieht man doch wenig davon. Die alten Bäume auf dem Gipfel sind auch im Winter so dicht, das man von der Höhe und der möglichen Aussicht leider wenig hat. Zumindest ist man vor dem kalten Wind ein wenig geschützt.

Nach einer ausgiebigen Pause mit leckerem Essen und ein bisschen „WIE EIN KÖNIG“ fühlen, machen wir uns an den Abstieg. Anfangs über einen breiten Waldweg, gelangen wir wieder auf einen schmalen Pfad, der uns auf den Dreimärker, an einen alten Grenzstein führt. Von hier aus hat man einen tollen Blick ins Tal, der wirklich sehenswert ist. Ab jetzt führt der schmale Pfad über Serpentinen, steil hinunter. Durch kargen, urwüchsigen Wald geht es hinab, bis wir kurz über einen breiten Weg, wieder auf einen Pfad abbiegen, der uns durch alten Buchenwald zurück zum Schützenhaus führt. Ab hier nehmen wir den Weg, den wir schon vom Aufstieg kennen und kommen wieder am Parkplatz an.

Der Dreimärker
Ein flüchtiger Blick durch die Bäume auf Wolfstein

Die etwa 8 Km lange Tour ist stellenweise sehr steil und kein einfacher Sonntagsspaziergang für ungeübte, Vor allem mit kleinen Kindern sollte man sich schon den ganzen Tag Zeit nehmen um die Tour ohne Probleme zu bewältigen. Genügend Verpflegung und Wasser sollte sowieso im Gepäck sein. Die Tour ist problemlos mit dem Zug, Haltestelle Wolfstein, zu erreichen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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