Auf einem Felsen, hoch über der Mündung des Bärenbachs in die Nahe, liegt die Ruine der Naumburg. Naumburg bedeutet Neuburg, was auf eine Neugründung in der Nähe einer älteren Burg hindeutet.

Die Naumburg ist im 11. Jahrhundert von den Nahegaugrafen errichtet worden, wechselte später aber mehrfach die Besitzer. Im 15. Jahrhundert erhielt die Burg eine Kapelle, die für 100 Personen Platz bot. Die Kapelle war nur für die Burgbewohner gedacht und zeigt, wie viele Menschen damals auf so engem Raum zusammen lebten. Die Anlage war sehr verschachtelt gebaut, mit engen, niedrigen Räumen. Ein Burggraben mit Zugbrücke umgab die Burg. Die Wasserversorgung erfolgte über eine Quelle, die es aber im 18. Jahrhundert schon nicht mehr gab. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte eine Erweiterung als Wohn- und Verwaltungsgebäude für Beamte. Wasser musste vom Bärenbach hinauf getragen werden.

1773 findet sich im Kirchenbuch von Martin Weierbach der Eintrag zur Taufe des Sohnes von Johannes Matthias Nagel in der Schlosskirche zu Naumburg. Er war Scharfrichter und Wasenmeister in Bärenbach. Bekannt wurde er als Lehrmeister von Johannes Bückler, dem Schinderhannes.

Im Jahr 1803 sprengten französische Truppen die Burg. Die Steine verkaufte der französische Staat als Baumaterial.

Im Jahr 1934 begannen Freiwillige mit der Freilegung der erhaltenen Grundmauern. In den Jahren 1986-94 erfolgten weitere Freilegungs- und Wiederaufbauarbeiten. So entstand der Turm und die Mauerfundamente wurden restauriert. Heute gehört die Burg zur Gemeinde Bärenbach bei Kirn im
Kreis Bad Kreuznach.

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