Am Marktplatz in Landstuhl beginnen wir zu dritt die Wanderung zu den Highlights rund um die Stadt .

Der Weg führt uns den Berg hinauf. Erst durch die Stadt, später durch den Wald. Es gibt hier sehr viele Esskastanienbäume, deren Früchte jetzt im Herbst überall, auf dem Boden, herumliegen.

Esskastanien, ihre Früchte und Blätter

Es geht bergauf. Im Wald tauchen nun rote Sandsteinfelsen auf. Erst wenige, dann immer mehr und größere. Nach einiger Zeit biegen wir um eine Spitzkehre und erreichen den Krämerfelsen. Eine imposante Sandsteinfelsenwand, die leider einigen Graffitikünstlern zum Opfer gefallen ist.

Krämerfelsen
Überall an den Krämerfelsen befinden sich Grafittis und farbschmierereien

Nachdem wir noch ein Stück weiter den Berg hinauf aus dem Wald treten, stehen wir vor dem Bismarkturm, der im Jahr 1900 errichtet wurde. Zu meiner Überraschung ist der Turm nicht verschlossen, sondern begehbar. Als wir oben ankommen, können wir eine wunderbare Aussicht auf das Tal vor uns genießen. Unten im Tal liegt die Ramstein Airbase, der größte US Militärflughafen in Europa. Viele Flugzeuge können wir auf dem Rollfeld erkennen. Starts und Landungen beobachten. Ausserdem sehen wir die Burg Nanstein, die unser nächstes Ziel sein wird.

Der Bismarkturm
Auf dem Bismarkturm
Blick über Landstuhl; rechts ist die Burg Nanstein zu erkennen.

Wieder unten führt der Weg durch den Wald, an der Marienkapelle aus den 50er Jahren vorbei. Durch eine ruhige Wohngegend erreichen wir einen schmalen Waldpfad. Dieser führt uns den Berg hinauf zur Burg Nanstein. Das Gebiet der Ruine war wahrscheinlich schon in sehr früher Zeit befestigt. Um 1162 ließ Kaiser Friedrich der 1. „Barbarossa“ eine Burg zum Schutz der Kaiserpfalz in Kaiserslautern errichten.

Die Marienkapelle

Ab 1518 wird Franz von Sickingen der Herr der Burg Nanstein. Er modernisiert die Festungsanlage, die aber im Reichsritterkrieg, nur 5 Jahre später, durch modernste Kanonen zerstört wird.

Die Nachfahren von Franz von Sickingen errichten ein Renaissance Schloss aus den Ruinen. Das Schloss wird im Jahr 1689 durch französische Truppen endgültig zerstört und ist seit dem eine Ruine.

Auf der Burg ist genug Platz zum rasten!
Burg Nanstein

Auf der Burg trennen sich unsere Wege, Nancy geht die Abkürzung in die Stadt zurück, da sie noch Termine hat, Max und ich nehmen die letzten zwei Etappen alleine in Angriff. Über gemütliche Waldpfade erreichen wir das Herrengärtchen. Einen Aussichtsplattform auf einem Felsen, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde, als Landstuhl Kurstädtchen war.

Steil hinab führt der Pfad nun zum Heidenfelsen. Unter einer kleinen Überdachung lagern die steinernen Reste eines römischen Quellheiligtums aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Es soll bis etwa ins Jahr 390 genutzt worden sein. Wahrscheinlich hat es schon vorher als keltisches Heiligtum bestanden. Die Figuren auf den Steinen könnten Götter und Opfernde darstellen, aber das ist nur eine Vermutung.

Der Heidenfelsen
Was genau auf den Felsen zu sehen ist, liegt im Dunkel der Geschichte
Wahrscheinlich sind opfernde Menschen und Götter abgebildet

Das etwas nach Schwefel riechende Wasser soll gegen Augenleiden helfen. Vorsichtshalber nehmen wir einen Schluck und reiben uns die Augen damit aus, danken den Göttern und folgen dem Quellwasser, das über ausgehöhlte Holzleitungen ins Tal, in einen Weiher fließt.

Hier soll eine römische Töpferei gestanden haben. Vielleicht haben die Römer, in den hier gefundenen Gefäßen, Heilwasser mit nach Hause genommen.

Der Weg führt weiter am Waldrand vorbei, bis wir wieder in die Stadt Landstuhl kommen.

Nach kurzer Zeit erreichen wir die Stadtmitte und somit das Ende der abwechslungsreichen Tour.

Vielen Dank fürs lesen!

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