Regen, seit ein paar Tagen immer nur Regen.

Aber raus wollen wir trotzdem. Heute mal ohne Kinder, nur wir zwei.

Auf dem Parkplatz mitten in Hinzweiler stellen wir unser Auto ab und starten, nach der Proviantaufnahme in der örtlichen Bäckerei, unsere Tour. Wir wollen auf den Leienberg, den Nachbarn des Königsbergs, den wir von unsrem Haus aus sehen können.

Wir hatten uns mal einfach so auf den Weg gemacht, ohne vorher irgend etwas zu planen, oder eine Tour heraus zu suchen, Abenteuer halt.

rechts der Königsberg, links der Leienberg

Vom Parkplatz aus gehen wir den Mühlberg hinauf, halten uns immer rechts. Erst auf einem Teerweg, der später zum Schotterweg und am Wald dann zu einem grasbewachsenen Wieseweg wird. Am Waldrand entlang, genießen wir die Aussicht auf den Schneeberg und das weite Tal darunter.

Der Wald am Fuße des Königsbergs nimmt uns auf, während der Regen aufhört.

Nach kurzer Zeit erreichen wir die PWV Hütte Hinzweiler, die sehr schön im Wald an einem kleinen Weiher liegt. Leider ist sie geschlossen. Hier hätte man das Auto auch parken können. Auf einem Schild finden wir einen ausgeschilderten Rundweg von 5 Kilometern Länge zum Leienberg. Wir entscheiden uns dafür und folgen nun dem orangen Schild mit dem Buchstaben B.

Über einen breiten Waldweg geht es langsam bergauf. Der Weg ist eingebettet in ein sehr steiles Tal. Rechts der Königsberg und links der Leienberg. Der Südhang des Leienbergs besteht aus zerbrochenem Vulkangestein, das zersplittert über den Hang verteilt liegt. Nur wenige, kleine Bäume wachsen hier, da sich bildender Mutterboden sofort weggespühlt wird. Außrdem hält sich kaum Wasser hier auf dem Fels. Der Hang des Königsbergs ist stärker bewachsen. Nur wenige Meter von uns entfernt flüchtet eine Rotte mit mindestens 20 Wildschweinen den Hang hinauf, als sie uns bemerken.

Nach einiger Zeit verlassen wir den breiten Weg und ein Pfad beginnt.

Kurze Zeit durchqueren wir einen Wald mit dicken alten Buchen, bevor der Aufstieg durch das Geröllfeld des Leienbergs beginnt. Bizarre Minibäume säumen denWeg, jeder Tritt auf dem steinigen Boden hört sich an, wie das klirren von zerbrochenem Porzellan. Immer höher führt uns der schmale Pfad durch diesen Zauberwald, an dessen Hang sich die krüppeligen Bäume festkrallen. Rechts geht es steil berghoch, links sehr steil ins Tal.

Einige Zeit später erreichen wir einen großen Felsen, der aus dem Boden ragt. Wir sind am höchsten Punkt angekommen. Das Wetter ist aufgeklart, die Sicht eher schlecht, es weht ein eiskalter Wind hier oben, aber die Aussicht ins Glantal kann man troztdem genießen.

Auf einer Bank mit Tisch legen wir eine ausgiebige Pause ein. Leider habe ich die Teebeutel vergessen, so das der heiße Tee ausfallen muß. Aber die leckeren Pizzabrötchen und Granatsplitter vom Bäcker schmecken auch so.

Der Rotmilan

Ein Milan kreist einige Zeit um uns herum. Es ist ein schöne,s großes Tier, und etwas besonderes ihn so zu nah sehen, wie er auf Kopfhöhe etwas abseits von uns seine Bahnen zieht. Eigentlich sieht man die Tiere ja nur von unten!

Der Abstieg beginnt. Im Zick Zack geht es steil hinunter durch das Steinmeer.

Immer wieder vorbei an faszinierenden Bäumen, die in wundersamer Form gewachsen sind.

Viel zu schnell kommen wir unten an und sind nach wenigen Metern schon wieder an der PWV Hütte. Bisher haben wir noch überhaupt keinen Menschen getroffen, obwohl Samstag ist.

Eine schmale Waldstrasse führt von der PWV Hütte bis ins Dorf Hinzweiler zurück zu unserem Parkplatz.

Insgesamt waren wir etwas mehr als drei Stunden gemütlich unterwegs.

Hin- und Rückweg zur PWV Hütte waren noch mal etwa 2 Kilometer zusätzlich, so das wir etwas über 7 Kilometer gelaufen sind.

Wir freuen uns schon sehr darauf, den Weg noch einmal bei besserem Wetter mit den Kindern zu laufen, da er uns sehr gut gefallen hat und die beiden sehr wahrscheinlich ihren Spaß mit der Strecke haben werden.

Vielen Dank fürs lesen!

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