Mitten in Trippstadt soll der 12 Kilometer lange Rundweg beginnen, soll, denn wir finden zwar schnell einen großen Parkplatz, aber den Beginn des Weges irgendwie nicht. Ein großer Schaukasten mit einer Landkarte darin verrät uns, das wir den Rundweg 4 gewählt haben. Kurz bevor ich mich eigentlich schon wieder ins Auto setzen will, weil ich keine Lust mehr zum suchen habe und auch niemand weit und breit zum Fragen da ist, entdeckt Nancy, an einem Baum, einen weißen Punkt, mit einer 4, mitten an der Kreuzung, eigentlich nur durch Zufall. Hier geht es also los…

Zwischen den alten Häusern verlassen wir zügig den Ort. Vorbei an Pferdeweiden führt der Feldweg in den Wald hinein. Stetig geht es abwärts, vorbei und über abgebrochene Bäume bis ins Tal. Rechts von uns liegt ein großer Campingplatz, der uns wie ausgestorben vor kommt, kaum jemand da, aber ist ja auch Lockdown. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad den Hang entlang, bis zum Ende des Campingplatzes. Hier beginnt der Sägmühlweiher, der in einem weiten Bogen umrundet wird. Auf dem Weg kommen wir an eine Kreuzung, hier finden sich erstmals keine Markierung mehr.

Die Entscheidung, den Weg links zu nehmen fällt, aber nach 200 Metern schauen wir doch mal kurz aufs Handy, denn zum Glück haben wir die Karten vom Beginn der Tour abfotografiert. Der Weg ist natürlich falsch, wir müssen zurück. Die Karte wird uns noch mehrfach weite Umwege ersparen. Die Wegmarkierung ist des öfteren schlecht bis gar nicht zu finden.

Als wir nun fast ganz um den Weiher gewandert sind, beginnt der Aufstieg in den Wald. Es geht steil aufwärts in urigen, alten Wald, am Rand des Weges tauchen Sandsteinfelsen auf, die in tollen Formationen aus dem Boden ragen.

Durch offenen Buchenwald wandern wir weiter, bis an eine Abzweigung. Hier beginnt ein schmaler Pfad, der uns durch dunklen Nadelwald steil ins Tal führt. Er läuft am Waldrand durch das Tal der Moosalbe bis zu den Resten einer ehemaligen Eisenschmelze.

Hier überqueren wir eine größere Straße. Nun führt der Weg ein Stück über den Jakobsweg, so werden wir heute auch noch zu Pilgern.

Sandsteinstufen führen uns hinab ins Karlstal. Eine enge Schlucht, die der Bach Moosalbe in den weichen Sandstein geschnitten hat. Direkt am Wasser führt uns der Pfad, vorbei an riesigen Felsquadern, über kleine Brücken und sogar durch einen Pavillon. Eine der zahlreichen Bänke nutzen wir für eine kurze Stärkung.

Im Karlstal
Vor uns waren auch schon königliche und kaiserlichen Majestäten hier im Tal

Das Tal wird wieder etwas breiter, bis wir an die Wilensteiner Mühle kommen. Das sieht eigentlich nach einer gemütlichen Gaststätte aus, aber wie so vieles, ist auch hier im Moment alles geschlossen. Nur die Schwäne auf dem Mühlenweiher begrüßen uns.

Ein Höckerschwanpärchen
Burg Wilenstein

Steil aber kurz ist der Aufstieg zur Burg Wilenstein. Vorbei an der Burg und einigen alten Bauernhäusern folgen wir der Straße und später einem Feldweg hinauf nach Trippstadt. Hier kommen wir am Schloss vorbei und stehen dann wieder an dem Parkplatz, an dem wir gestartet sind.

Die Tour ist spannend und abwechslungsreich, wenn man sich nicht gerade verläuft und den Weg verliert kann man hier einen schönen Tag verbringen. Die Strecke ist im Internet mit schwer bezeichnet, das fanden wir nicht, mittel trifft es wohl besser, bis auf wenige steile Anstiege ist die Tour relativ leicht zu meistern.

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