MITTAGSFELS NIEDERALBEN

Hoch über Niederalben thront der Mittagsfels. Er gehört zu einem 19 Hektar großen Naturschutzgebiet zwischen der Ortschaft und der Truppenübungsplatzgrenze.

Die gewöhnliche Küchenschelle ( Pulsatilla Vulgaris )

Besonders geschützt werden hier die steilen Felshänge aus vulkanischem Gestein, auf denen sich Trockenrasen ausbreitet. Der Trockenrasen ist ein Biotop, das nährstoffarm und durch starke Sonneneinstrahlung sehr trocken ist. Nur anspruchslose Pflanzen können auf diesen Flächen überleben. Eine dieser Pflanzen ist die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Sie wird auch Kuhschelle genannt. Der Name leitet sich von der glockenähnlichen Form ihrer Blüte ab, die an eine Kuhglocke erinnert. Die Pflanze wird 5 bis 40cm hoch und ihre Wurzel kann bis zu einem Meter in den Boden eindringen. Die Blütezeit ist im März und April. Alle Pflanzenteile sind sehr giftig und sollten nicht berührt werden.

Unser Weg führte uns heute bei strahlendem Sonnenchein wieder auf den Mittagsfels. Beginnend am Friedhof in Niederalben, nehmen wir die erste Steigung bis zur Ruhebank auf der kleinen Platte. Hier entdecken wir auch schon die ersten lila Blüten der Küchenschelle. Sie sind noch geschlossen. Ihre haarigen Blüten noch ganz feucht vom Morgentau. Diese Haare verhindern ein verdunsten des Wassers, so das die Pflanze nicht austrocknet.

Nach einer kurzen Rast steigen wir weiter auf. Kein Mensch ist hier, am gar nicht so frühen morgen,

unterwegs. Durch einen kleinen Eichenwald schlängelt sich der Pfad weiter den Felsen hinauf. Ein steiler Felshang auf der linken Seite ermöglicht uns einen weiten Blick ins Totenalbtal. Auch hier finden wir einige wenige Kuhschellen. Nach einem kurzen Abstieg geht es nun steil bergauf zum Gipfel des Mittagsfels. In Serpentinen, durch niedriges Buschwerk mit kleinen Bäumen, erklimmen wir die Höhe, bis wir oben an den Rand der Felsen gelangen. Von hier aus kann man über Niederalben bis zum Glan sehen. Über den Felsgrad gelangen wir noch ein paar Höhenmeter höher hinaus bis zum Rastplatz Schöne Aussicht. Unser Ziel für heute. Der Name ist Programm. Der Blick reicht weit über das Nordpfälzer Bergland, alle unsere großen Berge kann man von hier sehen. Potzberg, Schneeberg, Königsberg und Donnersberg. Zwischen dem Pfad und der Felskante stehen vereinzelt die Kuhschellen und zeigen ihre Blütenpracht.

Der Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus ) blüht den ganzen Winter über bis in den April
Auch den Gefingerten Lärchensporn ( Corydalis solida ) kann man entlang des Weges entdecken

Hier oben bereiten wir erst einmal unser Mittag und einen Tee zu. Wir genießen die Sonne und die Ruhe. Außer dem Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Nachdem wir einige Zeit hier verbracht haben, wird es nun doch voller. Es kommen mehr und mehr Spaziergänger und Wanderer von Niederalben herauf gelaufen. Während wir mit dem Abstieg beginnen, wird es wirklich voll dort oben.

Niederalben

Vielleicht gefällt dir auch das:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.