Die Nahe ist einer der größten Flüsse in Rheinland Pfalz. Auf ihren über 100 Kilometern Länge fällt das Wasser 380 Höhenmeter, sie schneidet sich durch hartes Vulkangestein und durchbricht riesige Sandsteinschichten, bis sie ihr Wasser bei Bingen dem Rhein überlässt. Die Kelten nannten Sie Nava, was so viel wie wilder Fluß bedeutet.

Nahequlle

Aber jeder, der so groß und wild werden will, muß erst einmal klein Anfangen.

Die Nahe entspringt in der Nähe von Nohfelden Selbach im Saarland, nicht weit vom Bostalsee entfernt. Das Umfeld der Quelle ist ansprechend gestaltet mit einem großen Spielplatz und einem kleinen Tierpark mit Schafen, Ziegen und Damwild. Parken ist direkt an der Anlage möglich.

Hier beginnt und endet der Nahequelle Pfad. Ein kleiner Rundweg durch alten Wald und über weite Felder. Mit seinen etwas mehr als 5 Kilometern Länge ist er nicht sonderlich schwierig und gut für einen Sonntag Morgen zum Einlaufen geeignet. Selbst mit einem (etwas geländegängigem) Kinderwagen kann die Strecke bezwungen werden.

Wir beginnen unsere Familienwandersaison mit einem befreundeten Paar und deren Kindern. Es ist klirrend kalt, aber wolkenlos sonnig als wir auf dem Parkplatz ankommen. Noch ist wenig los. Wir beschließen gleich zu starten, und den Spielplatz für das Ende auf zu heben.

Der Weg beginnt an der Nahe Quelle und führt auf schmalen Pfaden durch den Wald. Hier ist es schattig aber windstill. Viele kleine Wasserläufe kreuzen den Weg, die Kinder haben großen Spaß an den Eisgebilden.

Aber auch wenn es aufgetaut ist, dürfte es hier ein tolles Erlebnis sein, bei dem dann aber sicher Wechselklamotten nötig wären…

Alle paar Hundert Meter finden sich Sitzgelegenheiten, kleine Hütten und sogar Schaukeln.

Heißer Tee!

Bis alles ausprobiert ist, dauert es seine Zeit.

Beim verlassen des Waldes empfängt uns ein eiskalter Wind. Der Aufstieg auf die verschneite Höhe gibt den Blick in die Landschaft frei. Die Fernsicht ist toll bei dem klaren Wetter.

Später geht es wieder in den Wald, der Wind ist nicht mehr zu spüren und wieder finden sich unzählige zugefrorene Wasserläufe entlang des Weges.

Weidenkätzchen
Moos in luftiger Höhe

Auf einer Wiese hat sich eine große Eisfläche gebildet. Sie ist leicht abschüssig und lädt zu rutschen ein, aber auch das Eis sehr glatt ist, kann man hier lernen!

Durch den Wald kann man den Parkplatz in kurzer Entfernung sehen. Etwas voreilig wird den Kindern das nahe Ende der Tour bekannt gegeben, aber der Weg biegt doch noch einmal in die entgegen gesetzte Richtung ab. Wenig begeistert geht es eine weitere Runde um ein weiteres Waldstück. Der abschüssige Pfad liegt in der Nachmittagssonne. Er ist aufgetaut und schlammig, gar nicht so einfach hier auf den Beinen zu bleiben. Auf einigen Informationstafeln können wir noch einiges über Bienen und Honig lernen.

Aber nach wenigen Metern erreichen wir doch noch den Spielplatz. Die völlig erschöpften Kinder erholen sich schlagartig und genießen die vielfältigen Spielgeräte.

Vielen Dank fürs lesen, über Kommentare und Anregungen freuen wir uns immer!

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